Landtagsabgeordneter Franz Dinhobl: Gesundheit, Verkehr und Energie aktuelle Schwerpunkte im NÖ Landtag

Herausfordernde Zeiten verlangen verlässliche Politik, klare Meinung und Haltung für die wichtigsten Anliegen unserer Landsleute

 

„Wir wissen, dass bis 2040 jede dritte Niederösterreicherin und jeder dritte Niederösterreicher über 65 Jahre alt sein werden. Damit wissen wir auch, dass sich die Krankheitsbilder massiv verändern und wir vor großen Pensionierungswellen beim medizinischen Personal stehen. Das bedeutet: Der Mangel an Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften wird weiter zunehmen. Gleichzeitig erleben wir aber auch eine rasante Verbesserung der medizinischen Behandlungen: Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Robotik werden diese Entwicklung weiter beschleunigen. Für all diese Herausforderungen ist der Gesundheitsplan 2040+ die Antwort. Denn er gibt uns einen Plan, der über das gesamte Bundesland gezeichnet ist, erarbeitet von mehr als 50 Fachleuten. Und alle medizinischen Disziplinen gemeinsam betrachtet. Natürlich ist es verständlich, dass es vor Ort bei einigen Maßnahmen Skepsis gibt. Aber am Beispiel der Gesundheitsklinik Gmünd, deren detaillierteren Pläne kürzlich präsentiert wurden, sieht man wie der Gesundheitsplan umgesetzt wird: In wohlüberlegten, gut geplanten Schritten. Und erst wenn diese Schritte umgesetzt sind, wird es zu Angebotsverschiebungen kommen“, so Franz Dinhobl zur letzten Landtagssitzung und ergänzt weiter: „Was ich damit unterstreichen möchte: Ich vertraue den Fachleuten hinter dem Gesundheitsplan und ich vertraue den Regierungsmitgliedern von VPNÖ, FPÖ und SPÖ, die diesen jetzt umsetzen. Der Wandel unserer Gesellschaft ist Fakt, wir kommen um eine tiefgreifende Reform unseres Gesundheitswesens nicht umher. Den Gesundheitsplan werden wir in der Region auch an dem Beispiel des Neubaus des Universitätsklinikums Wiener Neustadt umsetzen. Schlussendlich wird das aber auch dazu führen, einen Beitrag zu leisten, um die Gesundheitsversorgung im gesamten Land weiter erstklassig zu halten. Denn entscheidend ist, im richtigen Spital von den richtigen Ärzten für meinen Fall behandelt zu werden – und das schnellstmöglich. Das ist in den allermeisten Fällen nicht das nächste Spital.“

1,3 Mio. Pendler machen NÖ zum Pendlerland Nr. 1 – Sanierungen von Infrastruktur im Fokus

„In der letzten Landtagssitzung haben wir uns zwei wichtigen Verkehrsthemen für Niederösterreich gewidmet: Zum einen der Sanierung der Donaubrücke Stein-Mautern und zum anderen der Sperre zur Sanierung der S-Bahn-Stammstrecke in Wien. Beide Projekte haben unmittelbare Auswirkungen auf die Pendlerinnen und Pendler im Land. Denn Niederösterreich ist und bleibt Pendlerland Nummer eins: Knapp 1,3 Millionen Pendelbewegungen zählen wir jeden Tag. Zwar können wir uns heute auf ein dichtes und umfangreiches Straßen- und Schienennetz verlassen, wir müssen aber auch regelmäßig in die Sanierung unserer Infrastruktur investieren. Das tun wir beispielsweise durch die Instandsetzung der Donaubrücke Stein-Mautern, rund 145 Millionen Euro haben wir dafür in der letzten Sitzung des NÖ Landtags freigegeben. Darüber hinaus haben wir das Projekt zur Priorität erklärt, um die Sanierung schnellstmöglich nun auch umzusetzen. Ein langer Prozess, an dem viele verschiedene Interessen Berücksichtigung gefunden haben, geht damit in seine finale Phase. Vor allem UNESCO-Welterbe und der Denkmalschutz haben die Planungen vor große Herausforderungen gestellt. Durch die Ersatzbrücke wird ein reibungsloser Ablauf der Sanierung garantiert, und damit den Pendlerinnen und Pendlern, Touristinnen und Touristen, Bäuerinnen und Bauern sowie Unternehmerinnen und Unternehmer eine einfache Donauquerung ermöglicht. Mit der Sanierung der S-Bahn-Stammstrecke in Wien steht ein Bauprojekt an, das uns in Niederösterreich nicht direkt, aber sehr wohl indirekt betrifft. Denn die Bundeshauptstadt ist der zentrale Knotenpunkt für den Öffentlichen Verkehr in der Ostregion, zahlreiche Nahverkehrslinien führen über die Stammstrecke durch das Stadtgebiet. Von September 2026 bis voraussichtlich Oktober 2027 wird diese nun gesperrt, was auch unweigerlich zu Einschränkungen für die Pendlerinnen und Pendler führen wird. Wir fordern klar, dass alle Beteiligten alles dazu beitragen, den Ablauf möglichst reibungslos zu gestalten. Dazu gehören für uns jedenfalls umfassende Fahrgastinformationen, Ersatzangebote und das Einhalten des Zeitplans. Wenn die Bauphase gut vorübergeht, wird die gesamte Ostregion schlussendlich von mehr Zügen, engeren Takten und höherer Pünktlichkeit profitieren“, so Dinhobl.

Energiegemeinschaften machen Energie vor Ort günstiger und entlasten die Netze

„Ein weiterer wichtiger Beschluss hat das Thema Energiegemeinschaften betroffen: Wir fordern, dass diese gestärkt werden. Denn lokal produzierte Energie, die lokal verbraucht wird, entlastet die Netze und spart damit Kosten. Vor allem aber gibt sie auch den Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeit, sich als aktiver Teil an der Transformation unserer Energiesysteme zu beteiligen. In dem Antrag haben wir aber nicht nur gefordert Energiegemeinschaften zu stärken, sondern auch die Nachrüstung von Batteriespeichern zu fördern, um so netzdienliches Verhalten zu unterstützen. Am Ende ist klar: Wir müssen unabhängiger von ausländischen Energielieferungen werden – das schaffen wir nur mit sauber produzierter heimischer Energie“, so Dinhobl.