In der Zeit von 21. bis 24. Februar 2011 nahmen insgesamt 22 PhD-Studentinnen und Studenten aus 15 verschiedenen Ländern an einem Kurs über die Bestrahlungsplanung teil, der im Rahmen des EU-Projektes „PARTNER“ in Wiener Neustadt und Wien veranstaltet wurde. „PARTNER” steht für Particle Training Network for European Radiotherapy und bedeutet übersetzt Trainingsnetzwerk für die europäische Partikeltherapie. Dieses Projekt startete im Oktober 2008 als Teil des siebten Rahmenprogramms der Europäischen Union und gehört zu den Marie-Curie-Maßnahmen. Ziel ist es, jungen Forschern aus dem EU-Raum eine weiterführende wissenschaftliche Ausbildung zu ermöglichen. Bei MedAustron arbeiten zwei PhD-Studentinnen aus Polen und Italien in enger Zusammenarbeit mit Prof. DI Dr. Dietmar Georg von der Medizinischen Universität Wien an ihren Dissertationen in den Bereichen der Bestrahlungsplanung für die Ionentherapie und der medizinischen Bildverarbeitung. Das so erworbene Wissen und die damit verbundenen neuen Entwicklungen können in weiterer Folge direkt bei MedAustron sowie in anderen Projekten innerhalb der EU angewendet werden. In den ersten beiden Tagen wurde den jungen Forscherinnen und Forscher die theoretischen Grundlagen auf dem Gebiet der Strahlentherapieplanung sowohl mit Photonen und als auch mit Ionen im Technologie- und Forschungszentrum in Wiener Neustadt nähergebracht. Für die Vorträge konnten nationale und internationale Fachleute gewonnen werden. "Ich bin sehr stolz, dass wir in unmittelbarer Nähe unseres geplanten Zentrums für Ionentherapie und Forschung MedAustron jungen Leuten aktuelles Wissen weitergeben können", so Frau Univ. Prof. Dr. Ramona Mayer, medizinische Leiterin der EBG MedAustron GmbH. Beim PARTNER-Projekt wird neben der fachlich-wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung auch besonderes Augenmerk auf die Vernetzung der jungen Wissenschaftler gelegt. So fand am Ende des ersten Kurstages ein internationaler Abend statt, wo jede Teilnehmerin bzw. jeder Teilnehmer Typisches aus dem Herkunftsland präsentierte. Die restlichen beiden Tage waren von praktischen Übungen geprägt, um das theoretisch erworbene Wissen anwenden zu können. Dafür wurden den Studentinnen und Studenten in der Universitätsklinik für Strahlentherapie an der Medizinischen Universität Wien/AKH Wien mehrere Arbeitsplätze für die computerunterstützte Bestrahlungsplanung zur Verfügung gestellt. Herr Prof. DI Dr. Dietmar Georg zeigt sich sehr erfreut über diese Initiative der EU, denn „es ist wichtig bereits zu einem frühen Zeitpunkt in die Nachwuchsforscher zu investieren und zwar bereits während in Europa Ionentherapie-Zentren errichtet werden. Nur so ist sichergestellt, dass zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme auch genügend Know-how und ausgebildetes Personal für den klinischen Betrieb sowie für Forschung und Entwicklung verfügbar ist.“ Der Aufsichtsratsvorsitzende der ebg MedAustron Mag. Klaus Schneeberger freute sich die jungen Forscherinnen und Forscher in Wiener Neustadt willkommen heißen zu dürfen. „Die Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher die nach Wiener Neustadt gekommen sind, werden künftig die ‚key player‘ der Ionentherapie in Europa sein. Gerade deshalb ist es ein tolles Signal, dass zwei Studentinnen des PARTNER-Projekts bereits in unser Projekt MedAustron involviert sind. In Zukunft wird das Bundesland Niederösterreich auch dank MedAustron für viele Forscherinnen und Forscher einen spannenden Forschungsarbeitsplatz bieten können“, so Schneeberger.
Internationale PhD-Studentinnen und Studenten zu Gast bei MedAustron
Schneeberger: "Tolles Signal, dass zwei Studentinnen bereits in MedAustron involviert sind"
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