Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen der Frauen in der Land- und Forstwirtschaft: Die Vereinten Nationen haben es zum „Internationalen Jahr der Bäuerin“ erklärt. Damit wird weltweit auf jene Frauen aufmerksam gemacht, die auf den Höfen, in den Familienbetrieben und im ländlichen Raum tagtäglich Großartiges leisten. Oft agieren sie im Hintergrund und vielfach ohne jene Anerkennung, die sie verdienen.
Auch in Österreich wird dieses Schwerpunktjahr intensiv begleitet. Die Interessenvertretung „Bäuerinnen Österreich“ nutzt 2026, um die Leistungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Bäuerinnen sichtbar zu machen – und zugleich konkrete Verbesserungen auf den Weg zu bringen.
Eine wichtige Stimme dabei ist auch die regionale Nationalratsabgeordnete Irene Neumann-Hartberger, Bundesbäuerin und treibende Kraft hinter der Initiative.
Einblicke in das Leben der Bäuerinnen
„Wir wollen aufzeigen, wie vielfältig die Frauen auf unseren Höfen sind, welche Klischees sie sprengen, welche Grenzen sie überwinden. Aber auch, wo Herausforderungen bestehen. Wir möchten das auch medial aufgreifen und damit darauf aufmerksam machen“, betont Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger.
Vorgestellt werden unter anderem:
- Hofübernehmerinnen und Neueinsteigerinnen
- Innovatorinnen mit neuen Betriebszweigen
- Funktionärinnen und Gestalterinnen im ländlichen Raum
- Frauen, die Familie, Betrieb und Ehrenamt vereinen
Leitsatz des Jahres: „Wo Frauen wirken, wächst Zukunft.“
Starke Rolle der Frauen in Österreichs Landwirtschaft
Frauen tragen maßgeblich zur Versorgungssicherheit und Entwicklung des ländlichen Raums bei, denn rund 36 % der rund 101.000 landwirtschaftlichen Betriebe werden von Frauen geführt, in weiteren 12 % erfolgt die Leitung partnerschaftlich. Damit liegt Österreich im EU-Spitzenfeld
Bäuerinnen gelten vielfach als Motor der Betriebe – sie stehen für Innovationskraft, Diversifizierung und neue Einkommensquellen, etwa in:
- Direktvermarktung
- Urlaub am Bauernhof
- Schule am Bauernhof
- Green-Care-Angeboten
4-Punkte-Plan für bessere Rahmenbedingungen
Das Schwerpunktjahr ist zugleich politischer Arbeitsauftrag. Die Bäuerinnen haben dazu einen 4-Punkte-Plan vorgelegt:
1. Finanzielle & rechtliche Absicherung stärken
Bewusstseinsbildung bei Pension, Vorsorge und Eigentumsfragen – besonders für junge Bäuerinnen. Aktuell liegt die durchschnittliche Pension bei nur rund 813 Euro.
2. Förderpolitik gendersensibel gestalten
Gezielte Unterstützung für Frauen-Innovationsprojekte und Diversifizierungsideen in der Landwirtschaft.
3. Gesundheit & Care-Arbeit absichern
Mehr Angebote zur physischen und psychischen Gesundheit sowie bessere Rahmenbedingungen bei Sozialleistungen.
4. Gleichstellung ausbauen
Mehr Frauen in agrarischen Gremien und Interessenvertretungen – mit dem Ziel echter Parität.
50 Jahre Interessenvertretung für Frauen am Land
Seit über fünf Jahrzehnten setzt sich die Bäuerinnen-Organisation für die Anliegen von Frauen in der Land- und Forstwirtschaft ein. Zu den erreichten Meilensteinen zählen unter anderem Mutterschutz für Bäuerinnen, Karenzgeld, Bäuerinnenpension, Verbesserungen beim Wochengeld, Angehörigenbonus für Pflegeleistungen und vieles mehr.
Wertschätzung sichtbar machen
Für Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger ist das internationale Schwerpunktjahr klarer Auftrag:
„Selbstbewusste Bäuerinnen bedeuten starke Betriebe, lebenswerte Regionen und Versorgungssicherheit. 2026 soll das Jahr werden, in dem diese Leistungen jene Wertschätzung erhalten, die sie verdienen.“




