STARTSCHUSS FÜR NEUES BEHÖRDENZENTRUM

Präsentation (v.l.n.r.): Bürgermeister Klaus Schneeberger, Vizekanzler Justizminister Wolfgang Brandstetter, Innenminister Wolfgang Sobotka und Hans-Peter Weiss präsentieren die Pläne für das neue Sicherheitszentrum von Justiz und Polizei. Bildnachweis: Bei der Ansicht des Sicherheitszentrums handelt es sich um das Ergebnis einer Massenstudie. Für die detaillierte Gestaltung wird ein internationaler Architekturwettbewerb ausgeschrieben.

Innenministerium und Justizministerium bündeln ihre Leistungen in zentraler Lage in Wiener Neustadt

Heute, am 09. Oktober 2017, unterzeichneten Vizekanzler Justizminister Wolfgang Brandstetter, Innenminister Wolfgang Sobotka, Bürgermeister Klaus Schneeberger und Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der ARE Austrian Real Estate GmbH (ARE) einen LOI für die gemeinsame Realisierung eines neuen Behördenzentrums in Wiener Neustadt. Der Neubau wird am Maria-Theresien-Ring 7, direkt gegenüber dem Justizzentrum, auf einem rund 8.500 Quadratmeter großen Grundstück errichtet. Künftig befinden sich hier die Außenstelle der Regionaldirektion des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl (BFA), das Stadtpolizeikommando, die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt sowie das Bezirksgericht auf insgesamt über 10.000 Quadratmetern Nutzfläche. Bauherr ist die ARE – eine Tochter der Bundesimmobiliengesellschaft.

Derzeit steht die Projektliegenschaft zwischen Maria-Theresien-Ring und Maximiliangasse noch im Eigentum der EVN. Der Ankauf durch die ARE ist bereits in Vorbereitung. Auf dem nördlichen Teil realisiert die ARE das Behördenzentrum und vermietet es nach Fertigstellung an Justiz- und Innenministerium. Zusätzlich sind Büroflächen für weitere Mieter vorgesehen. Für den südlichen Teil wird die Entwicklung eines Wohnbauprojektes evaluiert. Das in der Mitte des Grundstücks liegende Gaswerk der EVN bleibt bestehen und ist nicht Teil des Projekts. Parallel zum Ankauf der Liegenschaft beginnen die intensiven Vorbereitungen für den Architekturwettbewerb. Etwa ein halbes Jahr nach Ausschreibung wird ein Ergebnis vorliegen. Danach folgt die Planungsphase. Bei idealem Verlauf könnte der Baubeginn noch 2019 erfolgen. Die Arbeiten dauern dann – nach gegenständlichen Überlegungen – rund zwei Jahre.

„Die Errichtung des Sicherheitszentrums in Wiener Neustadt ist sowohl für die Justiz als auch für die rechtsuchende Bevölkerung ein großer Gewinn. Zukünftig sollen drei unserer Dienststellen auf einem hochmodernen Areal noch intensiver an der Rechtssicherheit in der Region arbeiten können. Durch den Neubau entstehen nicht nur zusätzliche Nutzflächen für das Landes- und Bezirksgericht sowie für die Staatsanwaltschaft, sondern durch die örtliche

Nähe auch Synergien, die wir zugunsten der Effizienz im Rechtsystem nutzen können. Dieses Projekt ermöglicht es uns, ohne Gerichte und Staatsanwaltschaft auf mehrere Standorte in Wiener Neustadt verteilen zu müssen, optimale Bedingungen für die Bevölkerung und die Bediensteten zu schaffen – mit kurzen Wegen, zentralen Serviceeinrichtungen und in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Sicherheitsbehörden. Ich freue mich über dieses zukunftsorientierte Projekt", betont Vizekanzler Wolfgang Brandstetter.

„Mit der Entscheidung, die Landesdirektion des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl in Wiener Neustadt anzusiedeln, war zusätzlicher Raumbedarf gegeben. Im gemeinsamen Sicherheitszentrum von Polizei und Justiz bündeln wir daher alle Dienststellen der Exekutive unter einem Dach und schaffen die Voraussetzungen, um Schnittstellen klein zu halten. Damit können wir noch effizienter für die Bürgerinnen und Bürger arbeiten. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis der Menschen in diesem Land, welches wir durch Top-Ausbildung und Top- Ausrüstung für die Polizei sicherstellen. Derzeit setzen wir in Wiener Neustadt zahlreiche Maßnahmen, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu heben. Die eingerichteten Schutzzonen im Stadtpark und am Bahnhof sind ein erster Schritt, dem viele weitere folgen", informiert Bundesminister Wolfgang Sobotka.

„Für die Stadt Wiener Neustadt ist diese Entscheidung der beiden Ministerien städtebaulich ein großer Wurf. Einerseits erfährt eine der meist frequentierten Stadteinfahrten dank diesem Sicherheitszentrum eine Aufwertung. Andererseits haben wir die Chance, den Eingangsbereich in die Innenstadt vollkommen neu zu denken, indem wir am Beginn der Fußgängerzone Neunkirchner Straße einen attraktiven Toreffekt ins Herzen der Stadt schaffen. Gleichzeitig bekommen wir als prozentuell am stärksten wachsende Stadt Niederösterreichs neuen, attraktiven Wohnraum in bester Lage. Möglich wurde diese Entscheidung durch unsere hervorragenden Beziehungen auf Bundesebene, wofür ich mich bei Vizekanzler Wolfgang Brandstetter und Innenminister Wolfgang Sobotka herzlich bedanke. Ganz wesentlich für die Entstehung dieses Projekts war und ist ARE-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss, der mit seinem Team in den vergangenen zwei Jahren die Vorarbeiten dazu geleistet hat. Gemeinsam legen wir heute die Basis für einen weiteren ganz wesentlichen Schritt zur Stadtentwicklung und Innenstadtbelebung Wiener Neustadts", so Bürgermeister Klaus Schneeberger.

„Der BIG Konzern sieht sich als Dienstleister in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft. Das Projekt ist symbolisch für die Breite unseres Angebots. In erster Linie sind wir auf die Bedürfnisse von Institutionen der öffentlichen Hand spezialisiert, sprechen aber seit Gründung unserer Tochtergesellschaft ARE – vornehmlich über Wohnbauprojekte – auch verstärkt private Mieter an", sagt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer des BIG Konzerns.

Synergien und kurze Wege im neuen Behördenzentrum

Das neue Behördenzentrum bietet nicht nur die erforderlichen Raumressourcen, sondern erleichtert der Bevölkerung mit kurzen Wegen und moderner Serviceinfrastruktur den Zugang zu den Leistungen von Exekutive und Justiz nachhaltig. So sind derzeit beispielsweise Dienststellen der Landespolizeidirektion Niederösterreich auf mehreren Standorten in Wiener Neustadt untergebracht. Auch das derzeit auf zwei Objekte aufgeteilte Bezirksgericht Wiener Neustadt soll anlässlich der Erweiterung neu untergebracht werden.