SPÖ verunsichert mit Krankenhaus-Schließungsplänen

Am Foto v.l.n.r.: VBgm. Christian Stocker, Betriebsrätin GR Gerlinde Buchinger, KO LAbg. Mag. Klaus Schneeberger, Dr. Michael Klosterer, Serpil Kul, Ärztlicher Direktor Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek

KO Schneeberger: „Wir werden alle Krankenhausstandorte erhalten“

„Das Zusperren von Spitälern mit weniger als 300 Betten würde in unserer Region den Standort Hochegg betreffen. Wir werden diesen Anschlag auf die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich und damit auf die Menschen in unserer Region sicher nicht zulassen“, kritisiert VPNÖ-Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger die Krankenhaus-Schließungspläne der SPÖ auf das Allerschärfste.

In diesem Zusammenhang reagiert der Klubobmann auch auf die immer wieder aufflammende Kritik – zuletzt laut Auskunft der NÖN von SPÖ-Nationalrat Wittmann – am Neubau der beiden Landeskliniken Wiener Neustadt und Neunkirchen. „Wir stehen dazu, dass wir sowohl in Wiener Neustadt als auch in Neunkirchen die Landeskliniken neu bauen und nicht – wie von vielen gefordert– eines der beiden Häuser schließen“, so Klaus Schneeberger.

Die Gründe dafür liegen für den Klubobmann auf der Hand: „Erstens können wir nur so die gesetzlichen Vorgaben für die Erreichbarkeit von Krankenhäusern (für Akutspitäler ist eine Erreichbarkeit für 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von 30 Minuten vorgeschrieben) einhalten. Zweitens ist der Schaden für die Region, für die Zulieferbetriebe und damit für die Beschäftigten, nicht zu verantworten. Drittens kann – in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – mit diesen Investitionen Wertschöpfung generiert werden, was sich wiederum positiv auf die Regionalwirtschaft und damit auf die Arbeitsplätze in der Region auswirkt“, erklärt der Klubobmann.

Das Regionalmanagement der Landeskliniken-Holding arbeitet gerade auf Hochtouren, um sämtliche Einsparungspotenziale beim Neubau der beiden Häuser zu berücksichtigen. „Für uns gibt es in der Neubau-Frage nicht schwarz oder weiß, sondern nur den blau-gelben Weg unserer Gesundheitspolitik. Dieser blau-gelbe Weg bedeutet, dass alle Standorte erhalten bleiben und es zu einer Spezialisierung der einzelnen Häuser kommt. Gleichzeitig werden alle darüber hinaus gehenden Einsparungspotenziale – die erst durch unseren großen Krankenanstaltenbund ermöglicht wurden – ausgeschöpft. Außerdem werden am Standort Wiener Neustadt sämtliche Synergieeffekte, die mit dem Bau von MedAustron verbunden sind, ausgenutzt“, so Schneeberger.

Die Diskussionen der letzten Tage und die Vorschläge des Herrn Wittmann hält der Klubobmann für entbehrlich. „Die Pläne der SPÖ sind der nächste Anschlag der SPÖ auf den ländlichen Raum und auf die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich. Gerade in Zeiten in denen gespart werden muss, darf man die Bevölkerung nicht verunsichern. Wer gegen den Neubau der beiden Standorte auftritt, gefährdet die Gesundheitsversorgung, gefährdet die Klein- und Mittelbetriebe und gefährdet hunderte Arbeitsplätze in unserer Region. Daher kommt für uns die Schließung eines einzigen Standorts nicht in Frage. Wir werden die Gesundheitsversorgung für die Menschen in unserer Region auf höchstem Niveau weiter ausbauen und alle Krankenhausstandorte im Sinne der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher erhalten“, betont der Klubobmann abschließend.