Projekt MedAustron liegt öffentlich auf

Aufsichtsratsvorsitzender KO LAbg. Mag. Klaus Schneeberger und GF Dr. Martin Schima mit den UVP-Unterlagen

Klaus Schneeberger: "Weiterer, wichtiger Schritt des Sichtbarwerdens von MedAustron"

Seit Dienstag, 13. Juli liegen die Unterlagen für das Behördenverfahren zur Errichtung des Ionentherapie- und Forschungszentrums MedAustron bei den Behörden auf. „Ein Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren für MedAustron ist notwendig, da das Herzstück der Anlage, der Teilchenbeschleuniger, mit einer Strahlenenergie von mehr als 50 Megaelektronenvolt (MeV) arbeitet“, so der Geschäftsführer der Errichtungs- und Betriebsgesellschaft (EBG) MedAustron, Dr. Martin Schima.

Die rund 1.000 Seiten umfassenden Unterlagen für das konzentrierte Behördenverfahren wurden innerhalb von zehn Monaten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EBG MedAustron am CERN in Genf, in Wiener Neustadt sowie von etwa 30 Expertinnen und Experten gemeinsam mit dem Team des Generalplaners erstellt und bei der zuständigen Abteilung des Landes Niederösterreich eingereicht.

Seit 13. Juli bis einschließlich 31. August können der Genehmigungsantrag und die Projektunterlagen inklusive der Umweltverträglichkeitserklärung bei der Stadtgemeinde Wiener Neustadt sowie beim Amt der NÖ Landesregierung während der Amtsstunden eingesehen werden. „Mit der öffentlichen Auflage des Projektes erfolgt ein weiterer, wichtiger Schritt des Sichtbarwerdens von MedAustron“, freut sich EBG MedAustron-Aufsichtsratsvorsitzender Mag. Klaus Schneeberger.

Mit Einlangen des positiven Bescheides voraussichtlich im letzten Quartal diesen Jahres, können die Bagger am Grundstück von MedAustron rollen. Drei Jahre später ist die Inbetriebnahme geplant und ab dem Jahr 2014 sollen Patientinnen und Patienten bei MedAustron behandelt werden und der Forschungsbetrieb stattfinden.

MedAustron ist das geplante Zentrum für Ionentherapie und Forschung in Wiener Neustadt, wo ab 2014 Patientinnen und Patienten mit Protonen (Kerne des Wasserstoffatoms) oder Kohlenstoffionen (Kerne des Kohlenstoffatoms) behandelt werden. Das Kernstück von MedAustron ist der Teilchenbeschleuniger, in dem diese Teilchen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, bevor sie in die Strahlzuführung und anschließend in die Bestrahlungsräume münden.