MedAustron: Innovativer Roboter bringt Patienten in die richtige Lage

Aufsichtsratsvorsitzender der EBG MedAustron Mag. Klaus Schneeberger und die beiden Geschäftsführer Dr. Bernd Mößlacher und Dr. Thomas Friedrich mit dem ersten Positionierungsroboter

Schneeberger: „Weiterer wichtiger Baustein für MedAustron“

Mit Riesenschritten geht es im Wiener Neustädter Zentrum für Ionentherapie und Forschung voran. Vor kurzem ist der erste Positionierungsroboter – eine speziell für MedAustron entwickelte Innovation - eingetroffen. Dieser Roboter wird später für die millimetergenaue Positionierung der Patienten während der Bestrahlung sorgen. Das System wurde eigens für MedAustron in Zusammenarbeit mit Buck Engineering, einem Spezialisten auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik, entwickelt: Es handelt sich um ein deckenmontiertes robotisches System, bei dem speziell adaptierte Industrieroboter zum Einsatz kommen. Das erste dieser Systeme wurde nun nach erfolgreicher Absolvierung aller Tests am Prüfstand in einen der Bestrahlungsräume bei MedAustron eingebaut. Künftig werden alle vier Bestrahlungsräume (wovon drei der Patientenbehandlung und einer nicht-klinischen Forschungszwecken dient) mit diesem Positionierungssystem ausgestattet sein. Es ermöglicht, die Patienten mit einer Genauigkeit eines halben Millimeters zum Therapiestrahl auszurichten und so die präzise Bestrahlung des Tumors durchzuführen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der EBG MedAustron Mag. Klaus Schneeberger freut sich über einen weiteren wichtigen Baustein für das Wiener Neustädter Krebsbehandlungszentrum: „Es ist beeindruckend, auch das technische Innenleben von MedAustron – den Teilchenbeschleuniger und die Medizintechnik – so zügig wachsen zu sehen. Hier leisten alle Beteiligten wirklich großartige Arbeit – denn schließlich handelt es sich nicht um Geräte ‚von der Stange‘, vielmehr werden mit zahlreichen höchst innovativen Neu- und Weiterentwicklungen neue Wege beschritten.“

Der Roboter selbst verfügt erstmals im medizinischen Einsatzbereich über sieben unabhängige Bewegungsrichtungen. Damit wird es möglich sein, die Vorzüge der Ionentherapie noch besser als bei vergleichbaren Einrichtungen auszunützen. Die spezielle Montage des Systems an der Decke des Raumes erlaubt den Einsatz eines extrem schnellen Überwachungssystems, welches die Position des Patienten 500 Mal in der Sekunde kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert. „Dieses komplexe Positionierungssystem stellt einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von MedAustron dar. Mit Stolz dürfen wir sagen, dass wir hier weltweit Vorreiter in der Ionentherapie sein werden“, fasst Dr. Bernd Mößlacher, Geschäftsführer der EBG MedAustron, zusammen.

Ende 2015 wird der Positionierungsroboter schließlich Patienten manövrieren – dann nämlich starten bei MedAustron die ersten Behandlungen. Bis dahin wird mit Hochdruck am Aufbau der Beschleunigeranlage und dem Einbau der gesamten Medizintechnik gearbeitet. „Wir liegen nach wie vor voll im Zeit- und Kostenplan“, berichtet EBG MedAustron Geschäftsführer Dr. Thomas Friedrich. „Jeder hier eingesetzte Euro ist gut investiert – nämlich zum Wohl der Patientinnen und Patienten im Kampf gegen die heimtückische Krankheit Krebs.