MedAustron erhält positiven UVP-Bescheid

KO Klaus Schneeberger

Projekt MedAustron hat das Umweltverträglichkeits-Prüfverfahren bestanden

 

„Das Projekt MedAustron hat das Umweltverträglichkeits-Prüfverfahren positiv bestanden. Damit haben wir einen weiteren historischen Meilenstein bei der Verwirklichung dieses so bedeutenden Projekts erreicht. Nun sollten auch noch bei den letzten Pessimisten die Zweifel über die Errichtung von MedAustron ausgeräumt sein. Denn dies ist zugleich auch der letzte große theoretische Schritt in der Planung von MedAustron, ab jetzt geht es an die praktische Umsetzung, die alle live am Grundstück verfolgen können“, freut sich EBG MedAustron-Aufsichtsratsvorsitzender Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger.

 

Das Projekt geht nun in die Realisierung: „Mit dem positiven UVP-Bescheid sind wir nun in der Lage, noch im ersten Quartal 2011 mit den Bauarbeiten für MedAustron zu beginnen. Begonnen wird mit umfangreichen Erdbauarbeiten, um das Grundstück für die weiteren Phasen in der Errichtung des Zentrums vorzubereiten.“ so Dr. Bernd Mösslacher, technischer Geschäftsführer der EBG MedAustron GmbH.

 

„Wir betrachten diesen Bescheid als erfreuliche Botschaft wenige Tage vor Weihnachten, die wir uns hart erarbeitet haben. Unser besonderer Dank gilt allen beteiligten sachverständigen Personen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch die gründliche Aufbereitung der physikalischen Wirkungen des Projekts durch das Team in CERN rund um Privatdozent Dr. Michael Benedikt war unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen dieser Einreichung“, bedankt sich Dr. Martin Schima, der unternehmerische Geschäftsführer der EBG MedAustron GmbH.

 

Anfang Oktober 2009 wurden die rund 1.000 Seiten umfassenden Unterlagen für das konzentrierte Behördenverfahren beim Land Niederösterreich eingereicht. In den darauf folgenden Monaten wurden die Pläne für das Projekt in Wiener Neustadt, in das in den kommenden Jahren über 200 Millionen Euro investiert werden, durch über 50 Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen intensiv geprüft.

 

 

 

Baubeginn im ersten Quartal 2011

Der Baustart soll im Frühjahr 2011 erfolgen und rund ein Jahr dauern. Danach folgt der Einbau der technischen Komponenten, die teilweise schon ausgeschrieben sind und unmittelbar vor der Produktion stehen. Für 2013 ist die Aufnahme des Probebetriebes geplant und rund um den Jahreswechsel 2014/15 sollen die ersten Patientinnen und Patienten bei MedAustron behandelt werden und der Forschungsbetrieb anlaufen.

 

MedAustron ist das geplante Zentrum für Ionentherapie und Forschung in Wiener Neustadt, wo ab 2014 Patientinnen und Patienten mit Protonen (Kerne des Wasserstoffatoms) oder Kohlenstoffionen (Kerne des Kohlenstoffatoms) behandelt werden. Das Kernstück von MedAustron ist der Teilchenbeschleuniger, in dem diese Teilchen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, bevor sie in die Strahlzuführung und anschließend in die Bestrahlungsräume münden.