Land- und Forstwirtschaft mit Maßnahmen weiter stärken

Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich tagte am   Montag, 26. Juni, in Mold. Die derzeitige Trockenheit, ein Ausbau der   regionalen Infrastruktur sowie die Rolle der Bauern in der   Wertschöpfungskette wurden thematisiert und entsprechende Forderungen   aufgestellt.

„Der fortschreitende Klimawandel und seine sichtbare Folgen bei uns aber auch in Asien

oder Afrika zeigen uns Handlungsbedarf auf. Diese Entwicklungen lassen unsere

gemeinsame Verantwortung wachsen. Es braucht lösungsorientierte Diskussionen. Das wird

Spuren in unserer neuen Gemeinsamen Agrarpolitik hinterlassen müssen“, so

Landwirtschaftskammer Präsident Hermann Schultes.

 

Machbarkeitsstudie für Bewässerungsmöglichkeiten wird immer wichtiger

Niederösterreich spürt gerade die Auswirkungen des Klimawandels. Die geringen

Niederschläge führen zu Produktionsausfällen und Einkommensverlusten. „Wir können und

wollen uns als Landwirte nicht auf die Gelder des Katastrophenfonds verlassen. Wir sind

freie Unternehmer und wollen unsere Betriebe bewusst absichern. Mit der Ausweitung der

Dürreversicherung ist es uns gelungen etwas zu schaffen, um unsere Bäuerinnen und

Bauern über schwierige Zeiten zu helfen. Mit einem Wegfall der Versicherungssteuer könnte

die Versicherung leistbarer und für noch mehr Landwirte zugänglich gemacht werden“, so

Schultes. Ein Ausbau der Modelle und eine Ausweitung auf weitere Kulturen ist künftig von

großer Bedeutung. Zusätzlich soll eine Machbarkeitsstudie in Bezug auf

Bewässerungsmöglichkeiten in Auftrag gegeben werden. „Sie soll zeigen, wo und wie eine

überregionale Wasserversorgung, vorzugsweise aus der Donau für die Bewässerung

umgesetzt werden kann. Notwendige Mittel für die Umsetzung solcher Projekte sind in

weiterer Folge bereitzustellen, um eine Realisierung zu ermöglichen“, so Schultes.

 

Rascher Ausbau des Glasfasernetzes gefordert

Unsere Land- und Forstwirte brauchen zum einen Voraussetzungen im rechtlichen Rahmen.

Sie dürfen nicht durch zu viele Einschränkungen und Verwaltungsformalitäten in der

Umsetzung ihrer Ideen behindert werden. Sie brauchen aber zum anderen auch die

technische Basis, damit vernetzte Arbeitsplätze im Dorf möglich sind. „Wir als

Landwirtschaftskammer Niederösterreich fordern, dass der Glasfaserausbau in NÖ rasch

weitergeht und zwar an erster Stelle dort, wo Abwanderung am stärksten sichtbar ist und es

Lösungen braucht, mit denen man dieser Abwanderung entgegen wirken kann“, gibt der

Landwirtschaftskammer-Präsident zu bedenken.

 

Wert bäuerlicher Arbeit muss sich in der Wertschöpfungskette widerspiegeln

Die bäuerlichen Betriebe in Österreich stehen oft sehr großen Unternehmen im täglichen

Wirtschaften gegenüber. Eine Marktposition, die der Handel immer wieder dazu missbraucht,