Klärschlammverwertungsanlage kommt nicht nach Wöllersdorf-Steinabrückl

Am Foto v.l.n.r.: Kalogeo-Geschäftsführer DI Dr. Peter Michael Ramharter, Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger, Bürgermeister Ing. Gustav Glöckler

Schneeberger: „Partnerschaftlich Lösung für Bürgerinnen und Bürger erreicht“

 

Seit Monaten ist die Aufregung in und rund um Wöllersdorf-Steinabrückl groß, seit bekannt wurde, dass die Firma Kalogeo eine Klärschlammverwertungsanlage errichten möchte. Heute Samstag haben VPNÖ-Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger, Kalogeo-Geschäftsführer DI Dr. Peter Michael Ramharter und Bgm. Ing. Gustav Glöckler in einem Pressegespräch das „Aus“ für den Standort Wöllersdorf bekannt gegeben.

 

„Wir – Bürgermeister Gustav Glöcker und ich – haben seit 29. September 2010 mit der Kalogeo-Geschäftsführung verhandelt. Ausgangspunkt dieser Verhandlungen war im Übrigen ein Projekt, das nach rechtlichen Gesichtspunkten höchstwahrscheinlich eine Genehmigung bekommen hätte“, informiert Klubobmann Klaus Schneeberger.

 

„Während wir im Hintergrund seit Monaten intensiv nach Lösungen gesucht haben, ist Dr. Leitner mit seiner SPÖ erst vorletzte Woche drauf gekommen ist, dass es dieses Problem überhaupt gibt und hat unnötig Angst geschürt. Hätte der Herr Leitner nämlich mit der Kalogeo-Geschäftsführung und dem Bürgermeister gesprochen, hätte er gewusst, dass die Weichen schon Richtung ‚Aus‘ für den Standort Wöllersdorf-Steinabrückl gestellt sind. Ich frage mich ja was das für ein Amtsverständnis ist: Monate das Thema verschlafen, dann eine Pressemeldung hinausgeben und wieder weg sein. Für mich ist es befremdend, dass ein Landeshauptmann-Stellvertreter Öl ins Feuer gießt und nicht löscht. Im Unterschied dazu waren wir die Feuerwehr, denn: die Klärschlammverwertungsanlage kommt nicht nach Wöllersdorf-Steinabrückl“, so Schneeberger.

 

„Ehrlich gesagt haben wir nicht damit gerechnet, dass unser Projekt solche Wellen schlägt, weil es nach rechtlichen Gesichtspunkten auf diesem Standort möglich wäre eine derartige Anlage zu errichten. Vor allem, weil es ein innovatives und ökologisch sinnvolles Projekt ist. Ich bedanke mich daher für die konstruktiven Gespräche und kann heute versichern, dass Kalogeo keine Klärschlammverwertungsanlage in Wöllersdorf-Steinabrückl errichten wird. Wir haben nun neue Standorte ins Auge gefasst, wovon drei in die engere Auswahl gekommen sind. Bei keinem dieser Standorte ist mit einer Anrainerproblematik zu rechnen“, erklärte Kalogeo-Geschäftsführer Peter Ramharter.

 

„Von Anfang an hatte ich Verständnis für die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohnern, weshalb ich mich immer für eine Lösung stark gemacht habe. Gleichzeitig bedaure ich es, dass einzelne Parteien – trotz des einstimmigen Auftrages des Gemeinderats an mich als Bürgermeister eine positive Lösung dieses Problems zu erreichen – politisches Kapital aus dieser Sache schlagen wollten und damit eine Lösung im Sinne der Bevölkerung gefährdet haben. Umso mehr bin ich der Firma Kalogeo dankbar, dass wir gemeinsam zu dieser Lösung gekommen sind und damit die Bürgerinnen und Bürger mit dem heutigen Tag Sicherheit haben. Es gibt bereits eine Initiative mittels einer Umwidmung der Flächen die Lebensqualität nachhaltig abzusichern“, so Bürgermeister Gustav Glöckler.

 

„Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nicht gegen das Projekt der Klärschlammverwertungsanlage sind – ganz im Gegenteil. Wofür wir uns stark gemacht haben ist, dass auf die Anliegen der Bevölkerung eingegangen wird. Ich bedanke mich daher bei Herrn Geschäftsführer Ramharter und der Firma Kalogeo sowie bei Bürgermeister Gustav Glöckler, dass wir diese partnerschaftliche Lösung für die Bürgerinnen und Bürger erreichen konnten“, so Schneeberger abschließend.