Kindergartenoffensive in Wiener Neustadt bringt 396 neue Kindergartenplätze

Am Foto v.l.n.r.: Kindergarteninspektorin Conny Taschner, Familienlandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Kindergartenleiterin Birgit Stiebitz, Schulstadtrat VBgm. Christian Stocker

Mikl-Leitner/Stocker: „Interkulturelle Pädagogik hat entscheidende Rolle in Wiener Neustadt“

 

Am Mittwoch besuchte Familienlandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Bildungsstadtrat VBgm. Christian Stocker Kindergärten in Wiener Neustadt um sich von der Umsetzung der Kindergartenoffensive und den Schwerpunkten in den Landeskindergärten zu überzeugen.

 

„Ich freue mich, dass – nach der anfänglichen Ablehnung durch die SPÖ – unser Druck Wirkung gezeigt hat und nun die Kindergartenoffensive des Landes endlich auch in Wiener Neustadt umgesetzt wird. So können sieben neue Kindergärten, 18 neue Gruppen und damit 396 neuen Kindergartenplätzen geschaffen werden“, so Christian Stocker.

 

„Unsere NÖ-Kindergartenoffensive ist in erster Linie ein familienpolitischer Meilenstein, der ein wichtiger Schritt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist. Gleichzeitig schaffen wir pro zusätzlicher Gruppe mindestens zwei neue Arbeitsplätze und gerade in der hinter uns liegenden wirtschaftlich angespannten Zeit haben diese Investitionen zum Aufschwung beigetragen. Alleine in Wiener Neustadt wurden und werden 6.404.900 Euro investiert, wovon 60 % durch das Land aufgebracht werden“, informiert Mikl-Leitner.

 

Neben dem Besuch des Musikschwerpunkts im Kindergarten Dr.-Paul-Habetin, der bestens angelaufen ist und gut angenommen wird, überzeugten sich die Landesrätin und der Bildungsstadtrat im Kindergarten Josefstadt vom Integrationsprojekt „Eltern-Kinder-garten“. Ziel dieses Projekts ist die Sprachförderung für Kinder und Eltern mit Deutsch als Zweitsprache. Einmal pro Woche kommen Eltern am Nachmittag eine Stunde in den Kindergarten um ihre Sprachkompetenz und die ihrer Kinder zu erweitern. Den Eltern werden dabei auch Möglichkeiten vermittelt, wie sie ihrem Kind Lerninhalte nahebringen können. Dadurch führt das Projekt zu einer Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem Kindergarten und den Eltern. Die Kinder werden im Kindergarten Josefstadt gezielt auch in ihrer Muttersprache weitergebildet um die Zweitsprache zu festigen.

 

„Unser Dank gilt den Pädagoginnen, Betreuerinnen und interkulturellen Mitarbeiterinnen im Kindergarten Josefstadt. Die Herausforderungen in diesem Kindergarten sind einfach enorm. Nicht nur der hohe Anteil an Migrantinnen und Migranten, dazu kommt noch ein heilpädagogischer Schwerpunkt. Fakt ist, dass die Lebenssituation unserer Kinder durch das Zusammenleben von Menschen verschiedener Nationen und unterschiedlicher Kulturen geprägt ist. Gerade in großen Städten wie Wiener Neustadt kommt daher der interkulturellen Pädagogik eine ganz entscheidende Rolle zu. Der ‚Eltern-Kinder-garten‘ im Kindergarten Josefstadt ist dabei ein wirklich herzeigbares Projekt, weil Integration eben nur über das Erlernen der Sprache gelingen kann. Dass man hier nicht nur die Kinder fördert sondern auch die Eltern mit ins Boot holt ist ein innovativer Ansatz, der von uns sehr begrüßt wird“ so Mikl-Leitner und Stocker abschließend.