Fachhochschule Wiener Neustadt: Zusätzlicher Standort in die Karmeliterkirche

Am Foto v.l.n.r.: Sandra Stadtherr, VBgm. Dr. Christian Stocker, KO LAbg. Mag. Klaus Schneeberger, Isabelle Abfalter, Dominik Ecker

Schneeberger/Stocker: „Konkreter Akzent für die Belebung der Innenstadt“

 

 

Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte, am Samstag, 23. August 2014, VPNÖ-Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger gemeinsam mit Hofrat Dr. Gerhard Tretzmüller über das Angebot des Landes Niederösterreich an die Stadt Wiener Neustadt, Teile der Fachhochschule Wiener Neustadt in der Karmeliterkirche zu beherbergen. Die Karmeliterkirche befindet sich am Areal des Klinikums und ist seit der Krankenhausübernahme durch das Land Niederösterreich im Eigentum des Landes.

 

Auslöser für die Initiative Schneebergers war der Umstand, dass die Fachhochschule Wiener Neustadt am bestehenden Standort an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Nun steht man vor der Entscheidung, ob der bestehende Standort erweitert wird oder ob Teile der Fachhochschule an einem anderen Standort untergebracht werden. „Mein Traum ist, dass sich Wiener Neustadt als Standort der ersten Fachhochschule Österreichs, zu einer Studentenstadt weiterentwickelt, in der studentisches Leben in der Innenstadt spürbar ist. Deshalb habe ich mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Möglichkeit besprochen, Teile der Fachhochschule in der Karmeliterkirche unterzubringen“, erklärte Schneeberger.

 

Der Landeshauptmann hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die zum Ergebnis hat, dass die Karmeliterkirche und das angeschlossene alte Verwaltungsgebäude des Krankenhauses für die Nutzung als Fachhochschul-Standort adaptiert werden können. Die Renovierungs- und Umbauarbeiten können im Frühjahr 2016 beginnen, damit die Gebäude ab dem Wintersemester 2017 für die Fachhochschule verwendbar sind. Die Kosten für das Projekt sind mit 11 Millionen Euro veranschlagt. Die Gebäude werden Platz für 550 Studentinnen und Studenten sowie Lehrende und Angestellte der Fachhochschule Wiener Neustadt bieten. Mittel- und langfristig ist auch der Ausbau zu einem Uni-Campus möglich.

 

„Wir von Seiten des Landes Niederösterreich sehen dieses Projekt als positiven Weiterentwicklungsschritt der Fachhochschule einerseits und als Riesen-Chance für die Innenstadt andererseits. Deshalb bieten wir der Stadt Wiener Neustadt eine Kostenbeteiligung von Seiten des Landes an. Diesen Vorschlag habe ich in einem Schreiben an die Stadtführung deponiert“, so der VP-Klubobmann.

 

Unterstützung für seinen Vorstoß erhält Schneeberger vom Vizebürgermeister der Stadt Wiener Neustadt und Vorsitzender der Generalversammlung der Fachhochschule Wiener Neustadt Dr. Christian Stocker. „Durch dieses Angebot des Landes entsteht eine mehrfache win-win-Situation. Einerseits wird dadurch der beengten Raumsituation an der Fachhochschule Rechnung getragen, auf der anderen Seite können durch dieses Angebot den Studenten moderne Studienplätze in einem historischen Ambiente im Zentrum unserer Stadt angeboten werden. Vor allem aber – und dies freut mich besonders – ist damit eine Aufwertung und Belebung unserer Innenstadt verbunden. Ich begrüße diese Initiative des Landes und hoffe auf einen positiven Abschluss der kommenden Gespräche und auf ein baldiges, reges studentisches Leben im Herzen unserer Stadt“, so Stocker.

 

„Die Einrichtung des Fachhochschul-Standorts am Areal des Landesklinikums ist der Beginn einer langfristigen Planung für die Nutzung dieses sieben Hektar großen Grundstückes, wenn das Klinikum nach dem Neubau in unmittelbarer Nähe von MedAustron, abgesiedelt wird. Deshalb werden wir zu Jahresbeginn 2015 mit einem europaweiten städtebaulichen Masterplanwettbewerb beginnen, um diese Jahrhundertchance für Wiener Neustadt optimal zu nutzen“, so Schneeberger.

 

Gemeinsam werden sich Schneeberger und Stocker in den kommenden Wochen für die Realisierung des Projekts einsetzen. „Das ist ein konkreter Akzent für die Belebung der Innenstadt, weil der Fachhochschul-Standort Karmeliterkirche Frequenz für Handel, Gewerbe und Gastronomie bringen kann. Gerade deshalb braucht es jetzt eine positive Entscheidung für dieses Projekt“, so Schneeberger und Stocker.