Durchbruch nach Verhandlungen: Aluschlacken-Altlast bei Wr.Neustadt wird geräumt

Am Foto v.l.n.r.: LR Dr. Stephan Pernkopf, KO LAbg. Mag. Klaus Schneeberger, HR DI Ludwig Lutz (Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft), VBgm. Dr. Christian Stocker

Pernkopf und Schneeberger: Sicherung der Grundwasserqualität dauerhaft gewährleistet

 

Der Einsatz von Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf hat sich gelohnt: „Nach intensiven Verhandlungen des Landes Niederösterreich mit dem Bund ist nun ein Durchbruch für die Sanierung der Aluschlacken-Altlast bei Wiener Neustadt gelungen und die Sanierung kann in Angriff genommen werden. Auch wenn von der Aluschlackendeponie derzeit keine unmittelbare Umweltgefährdung ausgeht, ist es erforderlich, das Grundwasser dauerhaft zu schützen. Das Land Niederösterreich wird dafür sorgen, dass die erforderlichen Genehmigungen rasch vorliegen, damit eine umweltgerechte und gleichzeitig auch möglichst kosteneffiziente Sanierung so bald als möglich begonnen werden kann. Gefordert ist jetzt die Gemeinde und die Bundesaltlastensanierungsgesellschaft BALSA“, so Pernkopf.

 

„Während andere auf politische Wunder gehofft haben, haben wir in den vergangenen Monaten im Hintergrund mit den Verantwortlichen im Bund verhandelt. Die gestrige Ankündigung ist das erfreuliche Ergebnis dieser Verhandlungen. Hier hat sich wieder einmal gezeigt, wie man sich erfolgreich für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher einsetzt, erklärt Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger.

 

Bei der Altlast Aluminiumschlackendeponie handelt es sich um eine ehemalige Kiesgrube im Westen von Wiener Neustadt, in der in den 1970er- und 1980er-Jahren Rückstände aus der Aluminiumproduktion, verunreinigter Bodenaushub, Holz- und sonstige Abfälle abgelagert wurden. Das Gefährdungspotential ergibt sich durch die Schwermetallgehalte der Aluminiumschlacke und das hohe Gasbildungspotential in Form von Ammoniak, Methan und Wasserstoff. Die Altlast liegt in einem wasserwirtschaftlich sensiblen Bereich (Mitterndorfer Senke) mit einem bis zu 80 m mächtigen Grundwasserkörper. „Eine Gefährdung der Wasserwerke West und Ost der Stadt Wiener Neustadt ist jedoch nicht gegeben, da die Entfernung der Wasserwerke zur Altlast ausreichend groß (2,5 km und 7 km) ist und das näher liegende Wasserwerk West nicht direkt in der Hauptfließrichtung des Grundwassers liegt. Da derzeit keine unmittelbare Umweltgefährdung vorliegt, wurde die Altlast mit einer mittleren Priorität eingestuft“, betont Klubobmann Dr. Klaus Schneeberger.

 

Die Sanierung wird die Bundesaltlastensanierungsgesellschaft BALSA im Auftrag des Umweltministeriums durchführen. Dazu soll bis Frühjahr 2011 ein Sanierungsprojekt erarbeitet werden. Derzeitige Kostenschätzungen gehen von bis zu € 200 Mio. aus. Der Beginn der Räumung vor Ort ist aufgrund der erforderlichen Vorarbeiten (Erstellung Einreichprojekt, Genehmigungsverfahren, Ausschreibungen etc.) nicht vor 2013 zu erwarten.