Bildungs- und Jugendpolitik in Wiener Neustadt

Am Foto v.l.n.r.: VBgm. Christian Stocker, LR Johann Heuras, DA-Vorsitzende Anita Reiner, StR Manfred Fenz

Leere Versprechungen bringen weder die Jungen, noch die Stadt weiter

In einem Pressegespräch haben VP-Bildungs- und Jugendlandesrat Mag. Johann Heuras, VP-Vizebürgermeister Dr. Christian Stocker und VP-Schulstadtrat Manfred Fenz über die Bildungs- und Jugendpolitik der Stadt Wiener Neustadt Bilanz gezogen.

 

Heuras betonte dabei die große Unterstützung des Landes Niederösterreich für die Stadt Wiener Neustadt und sein Unverständnis darüber, dass von Seiten der Müller-SPÖ „keine Gelegenheit ausgelassen wird, sich gegen das Land Niederösterreich zu positionieren“. So habe Wiener Neustadt beispielsweise als einzige Stadt Niederösterreichs eine eigene Außenstelle der Jugendinfo NÖ. Außerdem unterstütze das Land mit insgesamt 180.000 Euro die Jugendberatungsstellen, mobile Jugendarbeit und die Schulsozialarbeit. Im Schulbereich habe das Land insgesamt 85 Projekte mit 5,5 Millionen Euro gefördert, wie zum Beispiel den Neubau der Hauptschule Pottendorfer Straße, den Umbau der Volksschule Ungarviertel und vieles mehr.

 

„Während wir vom Land Niederösterreich – dank des Engagements von Vizebürgermeister Christian Stocker – in Wiener Neustadt kräftig investieren, kürzt die Stadt-SPÖ die Jugendförderungen für Vereine um 50 Prozent. Gleichzeitig stellt die SPÖ-Finanzstadträtin so wenig Schulbudget zur Verfügung, dass die Schulen ausgehungert werden. Wenn Schulen in der zweitgrößten Stadt Niederösterreichs vom Schulerhalter – der Stadt Wiener Neustadt – keine Kopierer zur Verfügung gestellt bekommen, ist das ja geradezu grotesk. Auf der einen Seite will der Herr Bürgermeister Gemeinden zusammenlegen. Auf der anderen Seite ist er nicht einmal im Stande, seine eigenen Schulen auszustatten. In Wiener Neustadt wird eindeutig am falschen Platz - bei Jugend und Bildung - also bei der Zukunft gespart“, so der VP-Landesrat.

 

Der VP-Vizebürgermeister bedankte sich bei Heuras für die Unterstützung des Landes bei den zahlreichen diversesten Projekten in der Stadt. „Wenn wir bei der Technologieenquete des Landeshauptmannes in der Arena Nova diese Woche gehört haben, dass wir viel mehr gut ausgebildete Top-Leute brauchen, dann ist es umso schlimmer, dass die Müller-SPÖ hier spart. Das Budget für die Ausstattung und Ausrüstung unserer Schulen ist blamabel gering. Gleichzeitig wird der Papageienball mit 20.000 Euro subventioniert und kostete insgesamt 35.000 Euro. Das ist genauso viel, wie die um die Hälfte gekürzte Jugendförderung für die Wiener Neustädter Vereine. Leider investiert die Müller-SPÖ ausschließlich in Versorgungsposten, Verwaltung, Beauftragte und Events. Wo ist hier die Nachhaltigkeit? Während die Schulen ausgehungert und die Jugendpolitik vernachlässigt werden, feiert Müller ein Fest nach dem anderen. Weil die Stadt zahlt“, so der VP-Vizebürgermeister.

 

Christian Stocker bedankte sich beim scheidenden VP-Schulstadtrat Manfred Fenz für sein langjähriges Engagement. „Nach zwanzig Jahren als Gemeinderat und fünfzehn Jahren als Schulstadtrat ist es für mich an der Zeit, mich aus der Tagespolitik zurück zu ziehen. Ich habe meine Aufgabe immer gerne erfüllt, wenngleich es unter den gegebenen Voraussetzungen nicht immer leicht war. So wurde von Seiten der Müller-SPÖ das Schulbudget immer weniger, während die Repräsentationskosten des SP-Bürgermeisters gestiegen sind. Kein Wunder, dass wir in den Schulen nicht genug Mittel für die Ausstattung haben und Schulwarte eingespart wurden, wenn das Geld für Bürgermeister-Veranstaltungen drauf geht. Besonders beschämend ist für mich vor diesem Hintergrund, dass es in der zweitgrößten Stadt Niederösterreichs noch immer eine Schule ohne Bewegungsraum gibt“, erklärt Fenz.

 

„Fest steht, dass sich in der Wiener Neustädter Bildungs- und Jugendarbeit etwas tun muss. Leere Versprechungen bringen weder die Jungen, noch die Stadt weiter und das ist unverantwortlich und gefährdet die Zukunft der jungen Menschen“, betonten die drei Herren unisono.