Bauernbund lud Minister zum Sommergespräch ein

Bildtext: Die Landtagsabgeordneten Franz Rennhofer, Hermann Hauer sowie Bundesrat Martin Preineder mit zahlreichen Funktionären aus den Bezirken Wiener Neustadt und Neunkirchen.

Diskussion – Andrä Rupprechter besuchte den Betrieb Handler in Olbersdorf und stellte sich in Warth den Fragen von 250 interessierten Bäuerinnen und Bauern.

 

 

Der Bauernbund der Bezirke Neunkirchen und Wiener Neustadt lud am 21. Juli zum traditionellen Sommergespräch an die Landwirtschaftliche Fachschule Warth, bei dem Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter zu Gast war und der seinen Besuch im Industrieviertel gleichzeitig für eine Betriebsbesichtigung bei Familie Handler in Olbersdorf, Gemeinde Thomasberg, nutzte.

Gemeinsam stark – Familienbetrieb Handler Der Milchviehbetrieb der Familie Handler wird mit

Direktvermarktung im Vollerwerb geführt. 2013 wurde der neue Milchviehstall in Betrieb genommen, indem derzeit 20 Kühe gemolken werden. Ein Teil der produzierten Milch wird direkt am Hof zu Käse weiterverarbeitet und Ab-Hof verkauft. Und das mit Erfolg, denn die Käsespezialitäten

wurden bereits dreimal mit dem Kasermandl in Silber ausgezeichnet. Der Betrieb Handler wird

als echter Familienbetrieb geführt, auch die Eltern, Georg und Anna helfen noch tatkräftig am Betrieb mit und auch die drei Kinder von Thomas und Barbara packen da und dort mit an. Nur diese geballte

Familienkraft macht es Thomas Handler möglich, sich für die Bauernschaft als Bauernbundbezirksobmann von Aspang und BBK-Obmannstellvertreter zu engagieren. Gemeinsame Agrarpolitik und Freihandelsabkommen Die beiden Hauptbezirksbauernratsobmänner BR Martin

Preineder und ÖkR Johann Mauser sowie Gastgeber Direktor Franz Aichinger durften sich am Abend über regen Publikumsandrang bei den Sommergesprächen freuen. Themen des Referats des Ministers waren unter anderem die Neugestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und das geplante Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP). „Mit der GAP Reform setzen wir neue Impulse,

die den enormen Herausforderungen im ländlichen Raum gerecht werden. Das Programm verbindet ökologische Ziele mit einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft und des gesamten ländlichen Raums“, betonte Rupprechter. Zum Freihandelsabkommen stellte der Minister fest, dass dabei ein klares Mandat für die Landwirtschaft gefunden werden muss: „Unsere hohen

Standards dürfen nicht unterlaufen werden und zudem gilt es, transparente Verhandlungen

zu führen.“ Bauernbundfunktionäre melden sich zu Wort In der anschließenden Diskussion

machte Kammerobmann Josef Fuchs (BBK Wiener Neustadt) die Neufeststellung der  landwirtschaftlichen Einheitswerte zum Thema. Er wies darauf hin, dass gerade für viehhaltende und intensiv wirtschaftende Betriebe überdurchschnittliche Erhöhungen zu befürchten seien und  kritisierte dies als ungerechte Behandlung von „Leistungsbetrieben“. Landeskammerrätin Anna

Brandstetter wies in ihrer Wortmeldung auf die Bedeutung der Familienbetriebe für eine flächendeckende Landwirtschaft hin und forderte beim Minister die bestmögliche Unterstützung für diese ein, um auch in Zukunft einen dynamischen ländlichen Raum zu sichern, der eine

hohe Lebensqualität für alle garantiere. Den ländlichen Raum zu stärken, war auch ein zentrales

Anliegen für den stellvertretenden Hauptbezirksbauernratsobmann Thomas Handler. Dazu sei es notwendig, die finanziellen Mittel zum Breitbandausbau sicherzustellen. Handler: „Auch in

zur professionellen Betriebsführung in der Landwirtschaft ist eine schnelle und zuverlässige

Internetverbindung erforderlich. Diese erleichtert viele Arbeitsabläufe und ist daher unverzichtbar.“

Landeskammerrätin Irene Neumann-Hartberger machte in ihrem Statement darauf aufmerksam, dass NGOs mit ihrer Panikmache gegen die Landwirtschaft Spendengelder lukrieren und niemals auf Seite der Bauern stehen werden. Für die Bauernschaft sei es daher oberstes Gebot, mit einer transparenten Produktion die Konsumenten als Partner zu gewinnen.