Arbeiterkammerrat Fritz Seiser bei AKNÖ-Vollversammlung angelobt

Am Bild v.l.n.r.: AKNÖ-Vizepräsident Franz Hemm, NÖAAB-Geschäftsführer BR Bernhard Ebner, Fritz Seiser und FCG-NÖ Vorsitzender Alfred Schöls.

Weniger Lohnsteuer und Lohnnebenkosten für mehr Kaufkraft und Jobs

Erstmals in der Geschichte der Arbeiterkammer NÖ war die Vollversammlung, das sogenannte ArbeitnehmerInnen-Parlament, vollzählig. Alle 110 Mitglieder waren zur Angelobung gekommen, darunter auch der Kammerrat aus dem Bezirk Wiener Neustadt Fritz Seiser. Neben der Wahl des Präsidiums präsentierten die Fraktionen auch ihre Schwerpunkte für die kommenden fünf Jahre. Seiser von der Volkspartei NÖ AAB-FCG: „Wir brauchen vor allem mehr bundesweites Engagement. Weniger Lohnsteuer, für mehr Kaufkraft – weniger Lohnnebenkosten, für mehr Jobs – und spürbare Maßnahmen, um vor allem älteren Arbeitssuchenden unter die Arme zu greifen. Derzeit suchen alleine im Bezirk Wiener Neustadt 1221 ältere Landsleute über 50 Jahren einen Job“.

Neben diesen Maßnahmen geht es Seiser aber auch um eine Modernisierung des Arbeiterkammerwahlrechts: „Bei einer Wahlbeteiligung von 40% ist Feuer am Dach – wir haben eine ganze Palette von Vorschlägen gemacht, die allesamt an der Blockade der Mehrheitsfraktion gescheitert sind. Die nächsten 5 Jahre werden wir aber nicht locker lassen. Es kann nicht sein, dass Arbeiterkammerwahlen fast ein halbes Jahr lang dauern, andere einen Tag - es kann nicht sein, dass rund ein Viertel aller Wahlberechtigten, darunter alle Lehrlinge, nicht automatisch wählen darf – und es kann nicht sein, dass die Briefwahl durch einen Strichcode keine anonyme Wahl zulässt“.

Für den Fraktionsobmann der Volkspartei NÖ AAB-FCG AKNÖ-Vizepräsidenten Franz Hemm ist nach dem Ergebnis der Wahl die Tür zur Zusammenarbeit mit allen Fraktionen jedenfalls weit offen: „Mit dem Ergebnis der AKNÖ-Wahl und der einstimmigen Wahl des gesamten Präsidiums steht die Tür zur Zusammenarbeit allen Kammerrätinnen und Kammerräten über Fraktionsgrenzen hinweg weit offen. Gerade jetzt sollten wir uns aber nicht hinter Gesetzen verstecken, sondern alles daran setzen, diese im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter zu verbessern“.