Abg.z.NR Hans Rädler: Fortbestand der Biogasanlagen in Österreich massiv gefährdet!

 

Mit einer Pressekonferenz versuchten die Biogasanlagenbetreiber aus der Buckligen Welt auf die existenzgefährdende Kürzung der Förderungen aufmerksam zu machen.

Grimmensteins Bürgermeister Engelbert Pichler, der schon 1994 einer der ersten Pionier-Betriebe waren, die Strom und Wärme aus Biogas erzeugten, brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt: „Wir brauchen eine Regelung, die nach 13 Jahren die bäuerlichen Energie-Erzeuger leben lässt!“

Dipl.-HLFL-Ing. Erich Mandl hatte die Fakten parat: Circa 4000 Haushalte werden in der Buckligen weltpermanent mit Strom aus Biogas versorgt, unabhängig von Wind und Sonne. Gleichzeitig sorgt die Biogaserzeugung dafür, dass große Mengen an Gülle und Mist nicht auf die Felder ausgebracht werden. Dadurch wird die starke Geruchsbelästigung vermieden, die den sich gut entwickelnden Tourismus beeinträchtigen würden, ganz abgesehen von der Belästigung der Wohnbevölkerung. Eine Fortführung der Unterstützung für Biogasanlagen macht sich auf der Stromrechnung lediglich mit 1,80 Euro pro Monat bemerkbar. Weitaus höhere Folgekosten entstehen den Bürgerinnen und Bürgern, wenn die Gemeinden z.B. den Grünschnitt auf andere Art entsorgen müssen.

BR Martin Preineder vertraut auf die Unterstützung durch die Konsumenten, denen es wichtig sei, dass regionale Kreisläufe geschlossen werden.

Abg.z.NR Hans Rädler griff scharf die im Parlament vertretenen Parteien an. Für die Biogasanlagen-betreiber zeigten SPÖ, FPÖ, Grüne und die NEOS kein Verständnis. „Die Grünen interessiert nur Solar und Wind, die FPÖ hat kein Energiekonzept und die SPÖ mache jeden vernünftigen Fortschritt vom Tauschhandel für Zugeständnisse der ÖVP auf anderen Gebieten abhängig!“ so Rädler in seiner Stellungnahme und fuhr fort: „Die SPÖ verlangt, dass wir wichtige Positionen verkaufen um zu Lösungen zu kommen“.

„Wer Ökostrom abdreht, dreht Atomstrom auf. Wir werden für den Erhalt unserer Biogasanlagen kämpfen!“ brachte NR Rädler die Meinung aller Anwesenden auf den Punkt.