6.600 zusätzliche Züge im Süden Niederösterreichs ab 9. Dez. 2018

LR Schleritzko: „Land NÖ bestellt 500.000 Kilometer mehr an Leistungen auf der Kremser- und Kamptalbahn, Erlauftal-, Traisental-, Puchberger- und Gutensteinerbahn.“

 

Den diesjährigen europäischen Fahrplanwechsel am Sonntag, den 9. Dezember, nutzt das Land Niederösterreich, um auf der Kremser- und Kamptalbahn, der Erlauftal-, Traisental-, Puchberger- und Gutensteinerbahn umfassende Verbesserungen umzusetzen. So werden auf diesen Regionalbahnen insgesamt rund 500.000 Bahn-km pro Jahr mehr gefahren, das bedeutet ein Plus von 1,9 Mio. Sitzplätzen pro Jahr. Zwischen Gutenstein und Wiener Neustadt bringt das 4.600 zusätzliche Züge, auf dem Weg zwischen Wiener Neustadt und Puchberg werden künftig 2.000 Züge mehr pro Jahr fahren.

„Die Regionalbahnen bilden das Rückgrat unserer Mobilitätspolitik. Mit diesem Paket erleben wir eine deutliche Stärkung des Systems und Ausweitung des Angebots - ganz im Sinne der Pendlerinnen und Pendler im Land”, so Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Konkret werden durch die Investitionen des Landes Niederösterreich speziell auf der Strecke zwischen Wiener Neustadt und Gutenstein rund 165.000 Zug-km an Mehrleistungen erbracht. „Das bedeutet, es werden fast 539.000 zusätzliche Sitzplätze geschaffen. Das ist eine Steigerung um beinahe 39 Prozent“, freut sich Hubert Postiasi, Bürgermeister von Pernitz, über den Zuwachs.

Auf der Puchbergerbahn werden zukünftig rund 50.000 Zug-km an Mehrleistungen erbracht. „Das bedeutet, es werden fast 200.000 zusätzliche Sitzplätze geschaffen. Das ist eine Steigerung um etwa 18 Prozent“, führt der Landesrat aus.

Verbesserungen auf der Gutensteinerbahn

 

Maßnahmen im Detail

è Täglicher Stundentakt auf der Strecke Wr. Neustadt Hbf. – Gutenstein

è ½-Stundentakt von MO-FR (werktags) zwischen 14:30 und 19:30 Uhr auf der Gesamtstrecke Wr. Neustadt – Gutenstein

è Am Wochenende: frühere Verbindung um 6:33 Uhr ab Wr. Neustadt nach Gutenstein

è Alle Züge bedienen weiterhin den Taktknoten Wr. Neustadt Hbf., somit kann mit einmaligem Umsteigen stündlich (zur Hauptverkehrszeit alle 30 Minuten) nach Wien bzw. zu vielen weiteren Destinationen im In- und Ausland gefahren werden.

 

Verbesserungen auf der Puchbergerbahn

 

Bisher war nur MO-FR – bzw. in der Sommersaison auch am Wochenende – ein ganztätiger Stundentakt gegeben. Ab dem Fahrplanwechsel besteht dieser MO-SO und das ganze Jahr über auf der gesamten Strecke zwischen Wiener Neustadt und Puchberg am Schneeberg. Darüber hinaus werden die Bedienzeiten morgens und abends ausgeweitet.

 

Durch diese Maßnahmen wird die Puchbergerbahn als zuverlässige Bahnachse im Schneebergland weiter gestärkt. Die Ausweitung der Betriebszeiten verbessert die Erreichbarkeit der Region mit öffentlichen Verkehrsmitteln von früh bis spät – sowohl unter der Woche als auch am Wochenende. Für den Ausflugs- und Freizeitverkehr beinhaltet besonders die Ausweitung am Wochenende einen großen Mehrwert, darüber hinaus erleichtert der exakte Stundentakt außerhalb der Morgenspitze die Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Von März bis Oktober ist ein Anschluss zur Schneebergbahn gegeben.

 

Maßnahmen im Detail

 

è Täglicher Stundentakt auf der Strecke Wr. Neustadt Hbf. – Puchberg am Schneeberg

è Ausweitung der täglichen Betriebszeiten in den Abendstunden: letzte Abfahrt ab Wr. Neustadt um 22:37 Uhr bzw. ab Puchberg/Schneeberg um 21:36 Uhr

è Erster Zug ab Puchberg/Schneeberg am Wochenende bereits um 5:36 Uhr

è Alle Taktzüge bedienen weiterhin den Taktknoten Wr. Neustadt Hbf., somit kann mit einmaligem Umsteigen stündlich (zur Hauptverkehrszeit alle 30 Minuten) nach Wien bzw. zu vielen weiteren Zielen im In- und Ausland gefahren werden.

 

 

„Unser Ziel ist es, die Sichtbarkeit des Öffentlichen Verkehrs zu erhöhen, um mehr Menschen zur Nutzung der Regionalbahnen zu bewegen. Klar verständliche, einfach zu merkende Fahrpläne sind eine der Maximen bei unserer Fahrplangestaltung. Daher sind wir bemüht, dort wo es geht Halbstunden- bzw. Stundentakte einzurichten und somit Einstiegsbarrieren zu mindern”, so Wolfgang Schroll, VOR-Geschäftsführer.

 

Durch diese Optimierungen wird die Gutensteinerbahn als wichtigste Verkehrsader durch das Piestingtal auf der Gesamtstrecke weiter gestärkt. Attraktive Intervalle schaffen die Grundlage zur Abwicklung der wesentlichsten Schul- und Pendlerströme mit der Bahn.  Der durchgehende Taktverkehr ist leicht merkbar und trägt somit zu einer Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs bei. Durch die Ausweitung am Wochenende kann insbesondere der Ausflugs- und Freizeitverkehr (Piestingtal-Radweg etc.) bedenkenlos ohne PKW bewältigt werden.

 

Die Details zu allen Neuerungen auf den genannten Regionalbahnen sind unter www.vor.at/presse zu finden. Die neuen Fahrpläne sind jetzt schon im Folder „Änderungen auf Regionalbahnen in NÖ ab 9.12.2018“ zu finden. Dieser steht unter www.vor.at/service/downloads zum Download bereit.